INTERSKI OPENING CEREMONY 17 MARCH 2019

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Lerncoaching und selbstgesteuertes Lernen im Schneesport

Lerncoaching und selbstgesteuertes Lernen im Schneesport – Wir unterrichten Schneesportler und nicht Schneesport

Das Konzept des selbstgesteuerten Lernens erfährt seit einigen Jahren im Bildungsbereich eine zunehmende Popularität. Vielfältige Selbstlernkompetenzen fördern lebenslanges Lernen und erfüllen unterschiedliche Funktionen, z. B. die Verbesserung der Selbstbestimmung (Siebert, 2009). Konzepte dieser Art orientieren sich im Vergleich zu klassischen Lern-Konzepten an einem grundlegend veränderten Menschenbild. Sie sehen Lernende nicht mehr als passiv extern gesteuerte, sondern als reflexiv, aktiv intern gesteuerte Wesen (Konrad, 2008). Eingeordnet in die Landschaft der Lerntheorien befindet sich das selbstgesteuerte Lernen zwischen ausschließlich fremdorganisierten und selbstorganisierten Lernen. Gekennzeichnet ist dieses Lern-Arrangement durch großer Eigenständigkeit und – verantwortung seitens des Lerners, der die für ihn relevanten Lerninhalte weitestgehend selbst steuert (Kovar, 2017). Ein wesentliches Argument für selbstgesteuertes Lernen ist der Aufbau von Kompetenzen, die zur Bewältigung wechselnder, neuartiger Anforderungen notwendig sind (Siebert, 2009). Durch Gruppenarbeiten etc. werden beispielsweise soziale Kompetenzen gelernt, durch die Förderung der persönlichen Autonomie die Handlungskompetenz (Berg, 2006; Konrad, 2008). Gleichzeitig resultiert daraus die Entwicklung von Kritikfähigkeit, Selbstständigkeit und Mündigkeit. Das Ziel für den Schneesport ist, dass Lehrkräfte den Unterricht so gestalten, dass Schneesportler lernen:

1. sich für sie selbst interessante und bedeutsame Lerninhalte zu begeistern

2. selbstständige Lösungswege für ihre Lernziele zu erarbeiten,

3. situativen Gegebenheiten wie Schneebeschaffenheit, Steilheit des Geländes, Sicht etc. lernen einschätzen zu können ihre Fahrweise anzupassen

4. (skitechnische) Herausforderungen eigenverantwortlich auszuwählen und zu lösen,

5. und mögliche Gefahrenquellen selbstständig zu erkennen.

Zudem geht u.a. Seibert (2009) davon aus, dass selbstgesteuerte, handlungsorientierte Erarbeitungsformen zu einer höheren Lernmotivation als systematische direktive Instruktionsvarianten führen.

Auf Basis dieser Grundlagen sollen Möglichkeiten vorgestellt werden, wie selbstgesteuertes Lernen im Schneesport aussehen kann. Dafür werden geeignete methodische Aspekte und Module für die Praxis vorgestellt.

Literatur: Berg, C. (2006). Selbstgesteuertes Lernen im Team: Springer Berlin Heidelberg. Konrad, K. (2008). Erfolgreich selbstgesteuert lernen: theoretische Grundlagen, Forschungsergebnisse, Impulse für die Praxis: Klinkhardt. Kovar, P. (2017). Der Schneesport-Coach. In I. Bach (Hrsg.), Skilauf und Snowboard in Lehre und Forschung (Vol. 24, pp. 79-91). Hamburg: Feldhaus: ASH. Siebert, H. (2009). Selbstgesteuertes Lernen und Lernberatung: konstruktivistische Perspektiven: ZIEL.

2. Welche Methoden werden angewandt ( interaktiv, informell, etc..) Vortrag mit interaktiven Anteilen / Lecture with interactive parts

3. Wer führt den Vortrag durch ( Biographie, Tätigkeit etc.. ) Dr. Peter Kovar (TU Kaiserslautern) staatlich geprüfter Skilehrer/ certified skiing instructor Dozent an der Technischen Universität Kaiserslautern. Verantwortlich für die Schneesportausbildung und die didaktisch, methodische Ausbildung im Fachgebiet Sportwissenschaft. Lecturer at the Technical University of Kaiserslautern. Responsible for the snow sports training and the didactic, methodical training in the field of sports science.

4. In welcher Sprache wird der Vortrag durchgeführt Deutsch

5. Welche Präsentationstechnik wird verwendet Powerpoint